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Q&A

„Standardisierung bleibt schwierig“

Der Video-Werbemarkt in Deutschland ist zerklüftet. Es fehlt zuallererst eine genaue Definition, was alles unter den Begriff „Werbe-Video“ fällt. Da ist es bis zu einer standardisierten Messmethode noch ein weiter Weg.

Ist Video-Werbung in Deutschland plattform- und vermarkterübergreifend vergleichbar?

Die Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Fakt ist, dass es bislang noch keine eindeutige Definition darüber gibt, was genau ein Werbe-Video ist. Es gibt Instream, Outstream, Inbanner und Adressable TV, und jedes dieser Formate hat den Anspruch, Bewegtbildwerbung zu sein. Das Problem ist, dass sie nicht vergleichbar sind, vor allem im Hinblick auf die KPIs, die unterschiedlichen Abrechnungsmodelle oder die Player-Einstellungen.

Woran scheitert ein gemeinsamer, national anerkannter Video-Werbestandard?

Im Bewegtbildbereich ist die Interessenlage der einzelnen Vermarkter sehr unterschiedlich. Das liegt vor allem daran, dass die Unternehmen aus sehr unterschiedlichen Richtungen kommen und entweder einen TV-, Online- oder Print-Hintergrund haben. Immerhin gibt es innerhalb des BVDW mit der Fokusgruppe Bewegtbild erste Bestrebungen, gemeinsame Standards festzulegen und zu etablieren.

Also alles nur eine Frage der Zeit?

Die Standardisierung von Bewegtbildwerbung bleibt schwierig, solange sich die Big Four der Branche – nämlich Google, Facebook, Amazon und Apple – weiterhin bei der Teilnahme an Joint Industry Committees zurückhalten.

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