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FBI stellt Verfahren ein

Geknackt: FBI konnte iPhone entschlüsseln

Nach über fünf Wochen ist es der US-Bundespolizei FBI gelungen, auf die Daten des San-Bernardino-Attentäters Syed Farook zuzugreifen, die sich auf einem verschlüsselten Apple iPhone 5c befanden. Deshalb werde die Unterstützung von Apple nicht länger gebraucht, schrieb US-Staatsanwältin Eileen M. Decker in einem Statement. Daher stelle das US-Justizministerium das Verfahren gegen Apple ein. Der Hersteller hatte sich geweigert, dem FBI beim Hacken des Telefons des Attentäters zu helfen und war daraufhin vom Justizministerium angeklagt worden. „Die Entscheidung, den Prozess einzustellen, basiert einzig auf dem Umstand, dass wir mit der kürzlich erfolgten Unterstützung einer dritten Partei nun in der Lage sind, das iPhone zu entsperren, ohne die Information auf dem Telefon offenzulegen“, heißt es dort weiter. Die rechtliche Grundlage für die Anordnung gegen Apple, der All Writs Act aus dem 18. Jahrhundert, greift nämlich nicht mehr, wenn eine solche Alternative besteht.

Spekulationen zufolge wurde eine Anhörung Ende März abgesagt, weil das FBI einen Sieg von Apple befürchtete. Mit der Schaffung eines Präzedenzfalls hätte die Behörde ihre Position in zukünftigen Fällen geschwächt, vermuten Beobachter.

Apple hatte 2011 unter dem Eindruck der Enthüllungen von Edward Snowden in einem Betriebssystem-Update eine Verschlüsselung des iPhone-Speichers eingeführt. (ks)

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