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Betriebssystem Zalando

Was der erfolgreichste Fashion-Retailer Europas für die Zukunft plant

Offen für alles: Zalando will sich vom Shop zu einer Mode-Plattform wandeln

Es lief schon mal runder im Mode-Business: Gerade einmal ein mageres Prozent Wachstum pro Jahr realisiert die Fashion-Branche derzeit. Online läuft es besser: Der Modehandel im Internet legte im vergangenen Jahr in Deutschland um immerhin 15 Prozent zu. Doch Zalando geht ein eigenes Tempo: Die Berliner beziffern ihr Wachstumstempo auf satte 37 Prozent. Und während der Zalando-Geburtshelfer Rocket Internet massive Verluste schreibt, verdient Europas erfolgreichstes Online-Unternehmen inzwischen ordentlich Geld.

Was macht Zalando anders und besser als Marken wie C & A, H & M oder Otto? Viel vom Geheimnis hinter Zalando liegt an der Geschwindigkeit: Während Wettbewerber noch damit kämpfen, ihren Webshop für Mobile Commerce flottzumachen, denkt das Team um Rubin Ritter schon weiter. „Der Großteil des Handels ist offline, die Adaption auf Online und Mobile erfolgt langsam“, analysiert der Zalando-Mitgründer, „das machte es uns leicht, aus dem Nichts einen Marktführer aufzubauen.“

Um diesen Vorsprung zu wahren, plant das Unternehmen, den Zugang zu Mode zu „demokratisieren“. Aus einer Webpräsenz, wie man sie bislang kannte, soll eine Art „Betriebssystem“ entstehen, das Kunden vielfältige Kanäle anbietet, um sich mit Mode zu befassen – und sie dann bei Zalando zu kaufen. Die Liste der Ideen ist lang, sie reicht von Outfits, die von Designern exklusiv für die Kundinnen zusammengestellt werden, bis zu einer Recherche per Smartphone, wenn eine Kundin auf der Straße ein Kleid sieht, das sie gern selbst tragen möchte. Was Zalando für die Zukunft genau plant, lesen Sie ab Seite 8.

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