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„Mobilegeddon 2 ist ernst zu nehmen“

Vor einem Jahr führte Google ein viel beachtetes Mobile-Update durch. Jetzt verschärft der Konzern noch einmal die Gangart für Websites, die nicht für Mobile optimiert sind.

Vor einem Jahr sorgte „Mobilegeddon“ für einen Medien-Hype. Mit Blick zurück: War dieser gerechtfertigt?

Der Medien-Hype war in gewisser Weise gerechtfertigt, denn schon im Mai 2015 zeigte eine Studie, dass nicht Mobile-optimierte Webseiten bis zu 50 Prozent Ranking-Verluste aufwiesen. Aber alleine die hochstilisierte Begrifflichkeit „Mobilegeddon“ ließ doch deutlich Schlimmeres befürchten.

Erst kürzlich machte „Mobilegeddon 2“ Schlagzeilen. Wie ernst muss man das nehmen?

Es kann passieren, dass Websites, die zum Google-Update vom 21. April noch nicht Mobile-optimiert waren, bei Google auf Dauer ein schlechteres Ranking erhalten werden. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass der Ranking-Verlust verzögert einsetzt und das Mobile-Update somit sukzessive seine Wirkung zeigt. Ernst zu nehmen ist Mobilegeddon 2 aber auf jeden Fall. Selbst wenn die Auswirkungen nicht auf einen Schlag sichtbar sein werden – es wird sie geben, wenn auch schrittweise.

Eine kleine Prognose: Was können wir von Google in Sachen Mobile und Algorithmus noch erwarten?

Laut Statista gab es 2015 weltweit 2,5 Milliarden mobile Internet-Nutzer. Ich habe keine Zweifel, dass Google sich mit seiner Suche weiter an den Nutzungsgewohnheiten seiner Nutzer orientieren wird – und die gehen nun mal mehr und mehr mobil ins Internet. (sg)

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