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Q&A

„Wir wollen authentische Erlebnisse“

Lufthansa setzt als eine der ersten deutschen Brands auf virtuelle Realität (VR). Torsten Wingeder, Head of Digital Innovations, schildert die Erfahrungen aus ersten Kampagnen.

VR ist noch ein früher Trend. Warum setzen Sie sich heute schon damit auseinander?

Lufthansa arbeitet bereits seit zwei Jahren mit VR-Technologie, beispielsweise mit Oculus Rift oder Samsung Gear VR. Der erste größere Einsatz war auf der ITB 2015. Anstoß ist das Kundenbedürfnis, sich ein möglichst authentisches, echtes „360-Grad-Bild“ vom Lufthansa-Produkt oder den Reisezielen zu machen.

Was sind Ihre Ziele?

Ziel ist weniger der Abverkauf als die Inspiration zu Lufthansa-Produkten und -Reisezielen. Außerdem bietet die Technik die Möglichkeit, Lufthansa als „Innovator“ zu etablieren und so das Lufthansa-Marken-image weiter zu verbessern. Gerade in der Zielgruppe der unter 30-Jährigen benötigen wir innovative Konzepte, um insbesondere auf den Social-Media-Plattformen die potenziellen Lufthansa-Kunden anzusprechen und zu begeistern. 360-Grad-Videos sind dazu ein probates Mittel.

Wie ist die Resonanz bislang?

Gemessen an anderen Veröffentlichungen erweist sich das Ausspielen von 360-Grad-Content als extrem erfolgreich. Bisheriges Top-Video für Lufthansa ist „Love is a journey“, zu dem Adam Cohen, der Sohn von Leonard Cohen, die Musik bereitgestellt hat. Hier registrierten wir mehr als 1,2 Millionen Views auf Youtube und 5,6 Millionen Views, inklusive 38.000 Likes, 6.000 Kommentaren und 13.600 Shares auf Facebook. (is)

Mehr zu VR lesen Sie ab Seite 8.

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