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Rocket-Kurssturz sorgt für rote Zahlen

Ärger mit Rocket: Zentrale von UI in Montabaur

Der Kurssturz bei den Aktien von Rocket Internet hat United Internet (UI) wie erwartet den Jahresbeginn verhagelt. Weil der Internet- und TK-Konzern aus Montabaur auf sein Aktienpaket am Berliner Start-up-Inkubator eine Wertminderung von 156,7 Millionen Euro verbuchen musste, weist United Internet für das erste Quartal 2016 einen Verlust von 55,6 Millionen Euro aus. Ein Jahr zuvor lag der Gewinn bei 78,6 Millionen Euro.

United Internet hält gut acht Prozent an Rocket Internet, dessen Aktienkurs seit dem UI-Einstieg im Sommer 2014 deutlich abgerutscht war.

Im Tagesgeschäft mit den Marken 1&1, GMX und Web.de lief es für den Konzern deutlich runder als bei den Investments. In den ersten drei Monaten konnte United Internet die Zahl der Vertragskunden um 270.000 – und damit noch stärker als im 1. Quartal 2015 (230.000 Verträge) – auf 16,24 Millionen steigern. Dank des starken Kundenzulaufs vor allem bei Mobilfunkkunden kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 968,6 Millionen Euro. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) blieben mit 202,7 Millionen Euro knapp 17 Prozent mehr übrig. Beim operativen Ergebnis schnitt das Unternehmen wie von den Analysten erwartet ab, der Umsatz fiel etwas schwächer aus.

Die Wertminderung der Rocket-Internet-Aktien habe allerdings keinen Einfluss auf die Dividendenpolitik sowie die Prognosen 2016, da sie sich an den operativen Ergebniskennzahlen orientieren, teilte United Internet mit. Das Management um Vorstandschef Ralph Dommermuth hält deshalb auch an der 2015 abgegebenen Jahresprognose für 2016 fest: 4 Mrd. Euro Umsatz und ein Plus von 800.000 Kundenverträgen. (lm)

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