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Amazon bringt’s

Der Handelriese Amazon nutzt die Schwächen der Konkurrenz für eigene Logistikdienste

Amazon Fresh entwickelt sich zum ultimativen Schreckgespenst der Branche

Was nicht passt, wird passend gemacht. Dieses Motto wandte Amazon schon bei der Entwicklung eigener Rechenzentren an, um die erforderlichen Kapazitäten für die eigenen Services sicherzustellen. Jetzt setzt der Technologie-und Handelsriese diese Strategie in Sachen Logistik fort. Wo auch immer Amazon Schwächen bei etablierten Logistikdienstleistern sieht, ergänzt das Unternehmen die Leistungen durch eigene Aktionen, die gegebenenfalls auch an Drittunternehmen vermarktet werden können. Das beginnt bei der Seefracht ab China, geht weiter mit dem Aufbau eines eigenen Luftfahrtnetzwerks in den USA und endet beim Aufstellen eigener Packstationen in unmittelbarer Nachbarschaft der Kunden in Deutschland.

Bei Umsätzen in Höhe von zuletzt 102 Milliarden Dollar kann Amazon sich derartige Eskapaden leisten – und treibt der Logistikbranche die Schweißperlen auf die Stirn. Denn eines hat das Handelsunternehmen den etablierten Dienstleistern voraus: Daten und die entsprechende Software, um diese Daten intelligent zu nutzen. Damit kann Amazon früher als der Wettbewerb Warenströme analysieren und die eigenen Logistikaktivitäten entsprechend optimiert aussteuern. Über die jüngsten Logistik-Coups des Unternehmens lesen Sie ab S. 8.

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