INTERNET WORLD Business





Q&A

„Brexit kostet die Branche Milliarden“

Am 23. Juni stimmt Großbritannien über den Verbleib in der EU ab. Sollten die Brexit-Befürworter siegen, kommen nach Einschätzung der Media-Agentur Zenithoptimedia auf die britische Werbebranche harte Zeiten zu.

Wie teuer könnte die britische Werbeindustrie ein Brexit zu stehen kommen?

Wir gehen davon aus, dass ein Brexit den britischen Werbemarkt in den nächsten 15 Jahren etwa eine Milliarde Pfund Sterling kosten wird. Das sind sechs Prozent des britischen Gesamtwerbemarkts.

Woraus ergibt sich diese Zahl?

ium schätzt, dass das BIP im Jahr 2030 um 6,2 Prozent niedriger sein wird, falls UK aus der EU austritt, als wenn es bleibt. Unsere Langzeitberechnungen ergeben, dass in UK ein Anstieg des BIP um ein Prozent etwa mit einem Wachstum des Werbemarkts um 1,1 Prozent einhergeht. Die Logik ist klar: Wächst die Wirtschaft, werden mehr Produkte in den Markt gebracht, die beworben werden müssen.

Wie schnell könnten die negativen Folgen eines Brexit sichtbar werden?

Im laufenden Jahr werden die Folgen für den Werbemarkt kaum spürbar sein. Kunden denken da pragmatisch. Aber 2017 werden wir Veränderungen sehen. Für Agenturen wird es zudem schwieriger werden, Kundenteams länderübergreifend aufzusetzen, da Verträge mit EU- und UK-Recht konform sein müssen. Insgesamt wird die Betreuung grenzüberschreitender Kundenetats in Europa damit kostspieliger und mühsamer.

Weitere Bilder
comments powered by Disqus