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Die Zeit nach dem Knall

Online-Experten stellen sich auf gravierende Verwerfungen durch den Brexit ein

Sieg für die EU-Gegner: Großbritannien hat sich für den Brexit entschieden

Verkehrte Welt: Diejenigen, die bislang in Großbritannien für den sofortigen Ausstieg aus der EU getrommelt hatten, spielen jetzt auf Zeit – während die Regierungschefs der restlichen EU-Staaten keinen Zweifel daran lassen, dass das Vereinigte Königreich das Ergebnis des Brexit-Referendums unverzüglich umzusetzen habe. Ein Austritt scheint unausweichlich, obwohl es immer noch allein an Großbritannien liegt, diesen Prozess tatsächlich anzustoßen.

Wie sich das Verhältnis Großbritanniens zur EU zukünftig gestalten wird, steht noch völlig in den Sternen. Das weiß man auch in der digita-len Wirtschaft Europas – und spielt seine Optionen vorsorglich durch.

Vor allem Start-ups, für die völlige Freizügigkeit von Mitarbeitern, Kapital und Waren bislang selbstverständlich sind, stellen nach dem Brexit die Rolle Londons als Digital-Hauptstadt Europas infrage. Doch auch Großunternehmen wie Vodafone erwägen, ihr Hauptquartier von der Insel auf den Kontinent zu verlagern.

Beim Online-Handel sorgt der Kursverlust des britischen Pfundes für unmittelbaren Handlungsbedarf. Langfristig könnten Zölle und Handelsbeschränkungen den europäischen Webshops Schwierigkeiten bereiten, aber auch Inflation und ein Kaufkraftrückgang in der sechstgrößten Volkswirtschaft der Welt.

Wie Experten die Zukunft des Online-Vorreiters Großbritannien und die Auswirkungen des Brexits auf die digitale Wirtschaft in Europa sehen, lesen Sie ab Seite 8.

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