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VR im E-Commerce

Handel und Marken testen, wie das Kundenerlebnis mit virtueller Realität besser wird

Die Agentur Serviceplan hat ein Virtual-Reality-Event in Hamburg veranstaltet

Zugegeben: Hübsch sehen die klobigen Virtual-Reality-Brillen nicht aus, doch es ist sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis es elegantere Wege gibt, in die virtuelle oder „gemischte“ (mixed) Realität einzutauchen.

Marken und Handelsunternehmen, immer auf der Suche, ihren Kunden neue Erfahrungen zu bieten und sie dadurch stärker an sich zu binden, experimentieren mit VR. Ein viel beachtetes Beispiel ist das 3-D-Kaufhaus, das Ebay gemeinsam mit der australischen Warenhauskette Myer Mitte Mai 2016 vorgestellt hat. Doch um dorthin zu gelangen, müssen Nutzer noch viele Schritte absolvieren: Erst wenn das Google Cardboard oder eine VR-Brille bestellt und die entsprechenden Apps herunterladen wurden, können die Erlebnisse oder die Shopping-Tour beginnen.

Peter Gocht, Global Executive Creative Director bei Serviceplan, kennt viele Beispiele, wie das Storytelling mit VR auf ein neues Level gehoben wird: „Einige Marken nutzen die Technik, um Kunden ihr Produkt schon einmal ,vorab‘ erleben oder ausprobieren zu lassen – etwa im Bereich Immobilien, Autos oder Küche.“ Welche E-Commerce-Szenarien sind vorstellbar? „Denkbar sind virtuell begehbare Malls mit Shops, in denen ich tatsächlich stöbern und bummeln kann. Und warum nicht anderen Menschen dort begegnen, wie einst bei ,Second Life‘?“ Ein Selbstläufer werden die virtuellen Shops nicht automatisch sein, schränkt Gocht ein: „Auch hier wird es die Herausforderung sein, die Menschen in den eigenen Shop zu locken.“

Ein ähnliches Anwendungsbeispiel, allerdings bezogen auf Mixed Reality, nennt Nils Müller, CEO und Gründer des Beratungsunternehmens Trendone. Unter Mixed Reality versteht man die Überlappung von echter Welt und virtuellen Einblendungen. Im mobilen Kontext wurde dafür bislang die Bezeichung „Augmented Reality“ (erweiterte Realität) verwendet.

Wenn Verbraucher künftig mit Augmented-Reality-Brillen durch die Stadt laufen und auf einem Plakat ein interessantes Produkt sehen, könnten sie über die Brille weitere Informationen erhalten. Der Medienbruch, an dem QR-Codes auf Plakaten heute oft scheitern, wird mit der Brille vermieden. Solche verbrauchertauglichen Brillen unter 500 Euro, die die Realität um interaktive Elemente bereichern, werden jedoch frühestens in zwei Jahren erhältlich sein, schätzt Müller. ❚

Ingrid Schutzmann


Vertrauen schaffen mit SSL-Zertifikaten

Robert Hoffmann CEO, 1&1 Internet SE

https://hosting.1und1.de

SSL-Zertifikate bestätigen, dass eine Webseite über einen gesicherten Datenaustausch verfügt. Website-Besucher sehen so auf den ersten Blick, ob sie sich auf der Seite eines vertrauenswürdigen Anbieters befinden. SSL-Zertifikate steigern zudem die Auffindbarkeit einer Seite bei Google. Betreiber profitieren dadurch von einem verbesserten SEO-Ranking. Nach diesem Prinzip funktionieren SSL-Zertifikate:

Mithilfe eines SSL-Zertifikats lässt sich der Datenaustausch auf einer Webseite absichern. SSL steht für „Secure Socket Layer“ und beschreibt ein Netzwerkprotokoll zur sicheren Übertragung von Daten. Ein SSL-Zertifikat verschlüsselt jene Daten, die zwischen einer Webseite und deren Besuchern ausgetauscht werden. Unbefugte können somit nicht auf die übermittelten Informationen zugreifen. Ein SSL-Zertifikat ermöglicht es Webseitenbetreibern, Kundendaten bei der Abfrage von sensiblen Daten wie Passwörtern, E-Mail-Adressen oder Kontoinformationen zu schützen.

Neben dem „https“ vor der eigentlichen Internet-Adresse (das zusätzliche „s“ steht für „secure“) erkennt man eine SSL-gesicherte Seite am Schlosssymbol in der Adresszeile des Browsers. Beim Klick auf das Symbol werden weiterführende Informationen zum SSL-Zertifikat der besuchten Webseite angezeigt, wie beispielsweise Aussteller und Gültigkeitsdatum. SSL-Zertifikate werden von speziellen Anbietern vergeben.

Infolge des verschlüsselten Austauschs von Kundendaten über SSL-Zertifikate schaffen Website-Betreiber nicht nur Vertrauen bei Besuchern, sondern werden im Netz auch besser gefunden. Denn Suchmaschinen räumen Webseiten mit SSL-Verbindung bessere Platzierungen innerhalb der Suchergebnisse ein. Marktführer Google berücksichtigt dies bereits seit 2014 in seinem Suchalgorithmus. Zudem laden Webseiten mit SSL-Verschlüsselung schneller, wodurch Besucher rascher die gewünschten Informationen abrufen können.

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