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Logistik-Zukunft Robotik

Amazon ist immer auf der Suche nach neuer Technologie: Bei der „Amazon Picking Challenge“ traten Hochschulteams mit ihren neuesten Lager-Robotern gegeneinander an

Greifarm mit Saugnapf und 3-D-Kamera: Der Sieger-Roboter vom Team Delft

Zwei Teilaufgaben mussten die Lager-Roboter bei der „Amazon Picking Challenge“ in Leipzig bewältigen: Für die Stow Task galt es, zwölf Gegenstände, darunter eine Wasserflasche, eine Zahnbürste und eine DVD-Box, in ein Regal einzulagern. Für die Pick Task mussten die Gegenstände wieder entnommen werden. 15 Minuten hatten die Roboter dafür jeweils Zeit.

Sieger wurde das niederländische Team Delft der TU Delft & Delft Robotics. Ausgestattet mit einem zweifingerigem Greifarm, Saugnäpfen und einer tiefensensorischen 3-D-Kamera setzte sich der Delft-Roboter gegen 15 Mitbewerber durch. 50.000 Euro Preisgeld konnten die Sieger entgegennehmen.

Das deutsche Team Nimbro Picking der Universität Bonn erreichte den zweiten Platz in der Kategorie Stow und den dritten in der Kategorie Pick.

Ziel der „Amazon Picking Challenge“ ist, den Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie in der Robotik zu fördern, um so neue Lösungsansätze für die Automatisierung in der Logistik zu finden. „Amazons Geschichte ist voll mit Beispie len, wie Spitzentechnologien entwickelt und in den Logistikzentren implementiert wurden, um unsere Mitarbeiter zu unterstützen und unseren Kunden neue Services anbieten zu können“, sagt Tye Brady, Cheftechnologe bei Amazon Robotics.

Schnell und günstig

Die Automatisierung in der Lagerhaltung gilt als entscheidender Faktor, um Online-Bestellungen schnell und so günstig wie möglich zum Kunden zu bringen. Auf die Frage, welchen Nutzen Amazon für das eigene Fulfillment aus der Picking Challenge zieht, antwortet Brady ausweichend. Ziel sei, die nächste Generation von Technikern zu inspirieren. Viele Teilnehmer aus dem letzten Jahr seien auch 2016 angetreten. „Dieser weltweite Austausch ist für uns sehr wichtig; das wollen wir mit dem Wettbewerb erreichen“, erklärt Brady.

Ingrid Schutzmann/Christiane Fröhlich


5 Tipps für die Shop-Internationalisierung

Axel Jahn CEO der Agentur Diva-e Digital Value Enterprise www.diva-e.com

Das eigene Unternehmen und dessen Vertrieb international auszurichten war noch nie so einfach wie heute – solange man berücksichtigt, dass jedes Land seine eigenen Anforderungen an einen Online-Shop stellt. Was Unternehmen bei der Internationalisierung beachten sollten:

1. Länderanalyse

Informieren Sie sich über länderspezifische Besonderheiten. Dazu zählen kulturelle Aspekte, aber auch Marktreife und -potenzial. Welchen Stellenwert hat der Online-Handel in dem jeweiligen Land? Wie sieht die Wettbewerbssituation aus? Wie viele potenzielle Kunden umfasst der Markt?

2. Infrastruktur des Landes

Klären Sie, ob und wie schnell Ihr Angebot und die Ware Ihre Kunden erreichen kann. Wie viele Menschen nutzen das Web? Ist das Internet auch mobil nutzbar? Wie steht es um die Logistikinfrastruktur?

3. Rechtliche Anforderungen

Informieren Sie sich über die gesetzlichen Rahmenbedingungen des jeweiligen Landes. Gibt es spezielle Regelungen, etwa Produktdeklarations- und Kennzeichnungspflichten für den Handel? Wie sehen die datenschutzrechtlichen Bestimmungen aus? Welche Zahlmethoden sollten in welchem Land angeboten werden?

4. Ein kaufmännischer Leiter

Bestimmen Sie am besten einen Hauptverantwortlichen pro Region oder Land, der als zentraler Ansprechpartner im Regionalbüro Zugriff auf die notwendigen Ressourcen hat und die entsprechenden Marketing- und Logistikprozesse steuern kann.

5. Team sensibilisieren

Machen Sie Ihr Team frühzeitig mit den neuen internationalen Anforderungen vertraut und sensibilisieren Sie es für die jeweilige Landeskultur. Dabei kann es hilfreich sein, dem Team Mitarbeiter mit internationaler Erfahrung und Kulturexperten zur Seite zu stellen.

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