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Im Monsterfieber

Die ganze Welt jagt Pokémons. Jetzt wollen auch Marketer mitspielen

Nintendo hat mit seinem Smartphone-Spiel einen Knüller geliefert. Werbungtreibende wollen davon jetzt profitieren

Beinahe täglich werden neue, immer unglaublichere Zahlen zum Gaming-Hit Pokémon Go bekannt: 75 Millionen Menschen in mehr als 30 Ländern weltweit haben die App bereits auf ihr Smartphone geladen. Rechnet man die 20 größten westlichen Märkte zusammen, generieren die Nutzer drei Millionen US-Dollar Umsatz durch In-App-Käufe – täglich wohlgemerkt. Die virtuelle Monsterjagd hat einen besseren Start hingelegt als Tinder, wächst schneller als Snapchat und hat vermutlich bald mehr Nutzer als Twitter.

Niemand kann den Erfolg des Mobile Game recht erklären, das Experten mitt lerweile als die Killer-App ansehen, die der bisher unterschätzten Augmented-Reality-Technologie in der Breite zum Durchbruch verhelfen wird. Doch wichtiger als eine Erklärung für den größten Gaming-Hit seit Second Life scheint für Marketing-Mitarbeiter auf der ganzen Welt die Frage zu sein: Was fangen wir damit an?

Die Antworten fallen sehr unterschiedlich aus. Die einen gehen das Thema kreativ an, die anderen mit großer Eile. Denn die Zeit drängt: Lustige Posts in den sozialen Medien, Werbung mit Pokémon-Bezug oder passende Guerilla-Marketing-Aktionen werden von den Nutzern noch sehr positiv aufgenommen. Das kann sich aber schnell ändern, wenn der Werbedruck zu hoch wird oder die Nutzerzahlen einbrechen. Jedem ist klar: Wer noch von Pokémon Go profitieren will, muss schnell sein. Keiner weiß, wie lange der Hype anhält. Anno dazumal bei Second Life war es ja auch auf einmal ganz schnell vorbei. Mehr zu Pokémon Go ab Seite 8.

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