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ARBEITSRECHT

Kein Schadensersatz für Unfall im Homeoffice

Arbeitnehmer sind auf dem Weg von ihrer Wohnung ins Büro gegen Unfälle versichert, das gilt auch für den mittäglichen Gang zum Business-Lunch. Doch was, wenn Wohn- und Arbeitsstätte eins sind, weil der Angestellte im Homeoffice arbeitet? Vor dem Bundessozialgericht landete ein Fall einer Klägerin, die von ihrem Arbeitszimmer im 1. Stock in die Küche im Erd geschoss gehen wollte, um sich ein Glas Wasser zu holen. Dabei stürzte sie auf der Treppe und wollte dies als Arbeitsunfall behandelt wissen. Dieser Ansicht mochte das Gericht nicht folgen: Die Wohnung eines Arbeitnehmers sei seinem höchstpersönlichen Lebensbereich zugeordnet, hieß es in der Urteilsbegründung. Die Verrichtung beruflicher Tätigkeiten nehme der Wohnung diesen Charakter nicht. Außerdem seien Arbeitgeber und Berufsverbände kaum in der Lage, in Privatwohnungen unfallverhütende Maßnahmen durchzusetzen. (Az.: B 2 U 5/15 R)

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