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Sprechen statt tippen

Das User Interface der Zukunft ist ein Mikrofon

Hört gut zu: Sprachsteuerung könnte Tastatur, Maus und Touchscreen als Eingabemethode bald ablösen

Es war ein weiter Weg von den ersten Mobiltelefonen mit Sprachwahl bis zu digitalen Assistenten wie Siri, Alexa und Cortana – und das Ziel ist noch längst nicht erreicht. Rund 1.000 Menschen arbeiten bei Amazon seit vier Jahren daran, das hauseigene Spracherkennungssystem Alexa zu perfektionieren. Vor zwei Jahren stellte der Handelsgigant mit Echo einen mobilen Lautsprecher vor, der – basierend auf der Alexa-Software – Kommandos des Benutzers verstehen kann und zum Beispiel Bestellungen aufnimmt. Das muss inzwischen nicht mehr unbedingt etwas aus dem Amazon-Sortiment sein, auch eine Pizza von Domino’s oder eine Taxifahrt bei Uber sind drin.

Der Durchbruch im Bereich sprachgestützte Assistenten ist kaum aufzuhalten, denn neben Amazon sind auch Technologiegiganten wie Apple, Google und Microsoft im Rennen. Und je besser die Systeme arbeiten, desto besser kommen sie an. 2015 nutzten in den USA bereits zwei Drittel aller Smartphone-Besitzer den Sprachassistenten auf ihrem Gerät, und jeder vierte in den Staaten verkaufte Lautsprecher war ein Echo von Amazon.

Vor allem in der Kombination mit intelligenten Software-Bots, die aus dem gesprochenen Text Inhalte extrahieren, ergeben sich völlig neue Möglichkeiten – die das Online-Marketing komplett umkrempeln könnten. Denn wenn ein Nutzer seinem Smartphone eine Frage stellt und darauf eine passende Antwort bekommt, wofür werden dann noch Werbebanner benötigt?

Welche Chancen, aber auch welche Herausforderungen Experten auf dem Weg von der Tastatur zur Sprachsteuerung sehen, lesen Sie ab Seite 8.

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