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Ein großes Projekt

Mit DSL-Vectoring will die Telekom Deutschland zur Breitbandnation machen. Dafür müssen Millionen von Kunden neue Hardware kaufen und einige Abenteuer meistern

Der Mann am Telefon verbreitet Zuversicht: „Sie brauchen einen neuen Router, der muss IP-geeignet sein. Dann machen wir einen Umschalttermin aus. Sie müssen nichts umstellen oder so, geht alles automatisch.“ Der Anlass für das Gespräch ist bedeutend genug, um in der Ich-Form fortzufahren – denn ich plane Großes. Ich will, was das Internet betrifft, wieder in die erste Liga aufsteigen, mich in Gesprächen mit ausländischen Kollegen – besonders solchen aus Asien – nicht mehr verstecken müssen, wenn ich die Bandbreite meines Internet-Anschlusses zu Hause erwähne. Lange Jahre war ich in Sachen Telekom immer vorn dabei, einer der ersten mit ISDN-Anschluss, dann DSL, sobald es in meiner Straße verfügbar war. Doch seit mindestens fünf Jahren kenne ich schnelles Internet eher aus der Presse als aus eigenem Erleben. Vor zwei Jahren stockte die Telekom meine Bandbreite gnädig von „bis zu 6 Mbit/s“ auf „bis zu 16 Mbit/s“ auf. Auf dem Papier ein großer Schritt, in der Praxis aber kaum zu spüren. Doch jetzt soll’s vorangehen: 50 Mbit/s verspricht der Mitarbeiter der Telekom-Hotline. Ganz einfach. Und sogar für weniger Geld als bisher. Ich bin aufgeregt.

Auch für die Deutsche Telekom ist das ein großes Projekt, vielleicht das größte seit der Privatisierung der Bundespost: Bis 2018 soll das gesamte Telefonnetz des Ex-Staatskonzerns auf IP-Technologie umgestellt werden. Mittels VDSL2-Vectoring (siehe dazu Kasten Seite 10) will die Telekom dem guten alten Kupferkabel ein zweites, vermutlich letztes Leben einhauchen – und den DSL-Kunden endlich die ersehnte Bandbreite bescheren. Das ist auch dringend nötig, denn es gilt, ein wichtiges Ziel zu erreichen: Bereits 2009 kündigte die Bundesregierung im sogenannten zweiten Konjunkturpaket an, bis 2014 mindestens 75 Prozent aller Haushalte mit Internet-Anschlüssen mit mindestens 50 Mbit/s zu versorgen, bis 2018 sollen dann alle Haushalte diese Bandbreite haben können.

Das erste Etappenziel wurde bereits verfehlt. Nach einer Studie des TÜV Rheinland hatten Ende 2015 nur drei der 16 Bundesländer das Quotenziel von 75 Prozent erreicht. Im Schnitt waren damals Festnetz-Breitbandanschlüsse mit mindestens 50 Mbit/s nur für 69,6 Prozent aller Haushalte verfügbar. Während die Breitbandverfügbarkeit in den Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen bei über 90 Prozent liegt, rangieren Thüringen (50,4 %), Sachsen (49,5 %) und Sachsen-Anhalt (41,9 %) am Schluss der Tabelle. Dass es auch anders geht, beweist das dünn besiedelte Schleswig-Holstein mit einer Quote von 74,4 Prozent. Wenn das politische Ziel der Vollversorgung bis 2018 tatsächlich verwirklicht werden soll, dann bleibt noch viel zu tun.

Auch bei mir tut sich einiges. Um meine Telefondose hat sich in den letzten zwanzig Jahren eine beträchtliche Zahl von Geräten angesammelt: eine ISDN-Telefonanlage, an der diverse Telefone und mein Fax hängen, ein DSL-Router, ein ISDN-Anschlusskasten namens NTBA, eine kleine Kiste namens Splitter, die das analoge Telefon- und das digitale Internet-Signal auseinandersortiert, dazu haufenweise Steckernetzteile und ein unentwirrbarer Wust von Kabeln und Steckern. Diesen ganzen Gerätepark soll künftig eine IP-Telefonie-taugliche Fritzbox 7490 von AVM ersetzen.

Der Router sei die Referenz, rät mir meine gesamte Facebook-Filterbubble, in keinem Fall solle ich eine der schäbigen Speedport-Kisten kaufen, die die Telekom ihren Kunden anzudrehen versuche. Eine Woche und 320 Euro später bin ich stolzer Besitzer der genannten Fritzbox und zweier neuer Schnurlos-Mobilteile, ebenfalls von AVM. Nach einer Stunde konzentrierten Konfigurierens läuft alles – aber immer noch wie bisher über die Kombination aus DSL und ISDN.

Ich mache den entscheidenden Schritt: Ich rufe die Telekom-Hotline an und beantrage die Umstellung meines Anschlusses auf IP. Der Mann am anderen Ende der Leitung strahlt abermals größte Zuversicht aus: Wenn der neue Router mit allem Zubehör bereits jetzt problemlos laufe, dann müsse ich nach der erfolgten Umstellung an den Einstellungen nichts ändern. „Nichts?“ „Nein, nichts, das müsste dann alles so laufen. Kann sein, dass am Tag der Umstellung mal kurz der Anschluss nicht erreichbar ist – das hängt davon ab, wann der Techniker am Schaltkasten die Leitungen umklemmt –, aber zu Ihnen in die Wohnung muss er nicht.“

Telekom betreibt 82 Prozent der Telefoninfrastruktur

Der Deutschen Telekom kommt bei der Umsetzung der Breitbandinitiative der Bundesregierung eine besondere Bedeutung zu, denn auch 20 Jahre nach dem Ende des Bundespost-Monopols im Festnetz hat der Ex-Staatsbetrieb immer noch eine marktbeherrschende Stellung. Ende 2015 betrieb die Telekom 82 Prozent der Basisinfrastruktur des Telefonnetzes in Deutschland und zählte 55 Prozent aller Anschlussinhaber zu ihren Kunden. Dazu kommt, dass der Staat bei der Telekom nach wie vor einen erheblichen Einfluss hat. Mit 14,5 Prozent Anteil ist die Bundesrepublik Deutschland zweitgrößter Aktionär der DTAG, gleich nach der KfW-Bank, die als Körperschaft des öffentlichen Rechts ebenfalls Staatsziele verfolgt und 17,5 Prozent am Rosa Riesen hält.

Die Telekom betreibt 82 Prozent der Telefon-Infrastruktur: Für sie ist das Fluch und Segen zugleich, denn einerseits ist die „letzte Meile“, also die Strecke vom Verteilerkasten an der Straßenecke bis zur Anschlussdose des Nutzers, überwiegend in Magenta-Hand. Andererseits besteht diese letzte Meile in weiten Teilen der Republik aus simplem Kupferdraht, verlegt irgendwann in den letzten 50, 60 Jahren. Das empfindet die Konkurrenz der Telekom zunehmend als Bremsklotz beim Breitbandausbau. Riesen wie Vodafone und Unitymedia und eine Vielzahl regionaler Netzbetreiber setzen stattdessen auf Fiber to the Home (FTTH),also ein Fiberglas-Breitbandkabel, das direkt bis in die Wohnung geht.

Vorreiter beim Einsatz dieser Technik sind die TV-Kabelnetze, die in Deutschland seit Mitte der 80er-Jahre ausgebaut werden. Während 50 Mbit/s für Kupferdraht im Moment noch das Äußerste der Fahnenstange darstellen, lockt Vodafone Kabel Deutschland heute schon Privatkunden mit der doppelten Bandbreite über den TV-Kabelanschluss. Auch deutlich höhere Bandbreiten, wie sie zum Beispiel Industrieunternehmen brauchen könnten, ließen sich über FTTH leicht realisieren – gäbe es die Infrastruktur

Die bisherige Fixierung der Telekom auf Kupferkabel hat deutliche Folgen, sowohl für das Geschäft des Rosa Riesen als auch für den Standort Deutschland. Bei dem, was man bislang unter „Breitband“ verstand, also bei Internet-Anschlüssen um die 16 Mbit/s, hielt die Telekom 2015 noch 51 Prozent des Marktes. Bei den sogenannten NGA-Anschlüssen (Next Generation Access), die laut EU-Definition eine Bandbreite von mindestens 30 Mbit/s aufweisen müssen, waren es zur selben Zeit nur 17 Prozent. Zwei von drei Haushalten, die heute einen schnellen Datenanschluss haben, nutzen das TV-Kabel. Der Anteil der kupferbasierten schnellen VDSL-Technologie stieg zwischen 2014 und 2015 von 17,1 auf 26,5 Prozent. Das superschnelle Breitband-Glasfaserkabel, über das einmal die komplette Kommunikation mit der Außenwelt laufen könnte, steckt dagegen noch in den Kinderschuhen. Ende 2015 stand es nur 6,7 Prozent aller Haushalte zur Verfügung – immerhin ein Drittel mehr als im Jahr zuvor. Die Telekom tut sich beim FTTH-Ausbau nicht gerade hervor. 80 Prozent der Investitionen auf diesem Gebiet, so der Bundesverband Breitbandkommunikation Breko, stammen von anderen Anbietern.

Im letzten Quartal 2015, rechnet das Video-Delivery Network Akamai vor, lag die durchschnittliche Bandbreite eines Internet-Anschlusses in Deutschland bei 12,9 Mbit/s, das ist Platz 22 auf der Skala aller weltweit untersuchten Länder. Und McKinsey sieht Deutschland beim Standort-Index im globalen Wettbewerb auf Platz 6 – gleichauf mit Italien.

Das Vectoring-Projekt der Telekom soll das Land voranbringen. Doch dazu sind einschneidende Änderungen erforderlich, und zwar bei allen Telekom-Kunden, die einen Telefon- und DSL-Anschluss haben (Double-Play) oder die neben analogem Telefon und DSL auch noch das TV-Angebot der Telekom nutzen (Triple Play). Sie brauchen neben einer neuen Hardware auch einen neuen Telefonvertrag. Und das betrifft nicht wenige Kunden: Im zweiten Quartal 2016 betrieb die Telekom allein rund 12,7 Millionen DSL-Anschlüsse.

ISDN-Kunden müssen in jedem Fall umsteigen auf VoIP, denn ISDN wird 2018 abgeschaltet. Wer aber seine vorhandene ISDN-Anlage weiter betreiben will, kann sie einfach in den neuen IP-tauglichen Router stöpseln. Das, so sagt mir der freundliche Herr bei der Telekom-Hotline, könne ich auch machen. Ich entschließe mich jedoch, die Gunst der Stunde zu nutzen und meine 15 Jahre alte ISDN-Hardware auszumustern.

Wenige Tage vor dem magischen Umschalttermin nimmt die Telekom von sich aus Kontakt zu mir auf. Ich finde im Briefkasten die „Einrichtungsunterlage“ – einen dicken Umschlag aus Pappe mit einem Fach darin, auf dem steht „Sind hier keine Zugangsdaten eingesteckt? Dann bleiben die Zugangsdaten Ihres bisherigen Telekom Internet Anschlusses weiter gültig.“ In meinem Fach steckt kein Zettel mit neuen Daten – allerdings ist auch die Verklebung aufgerissen. Surft jetzt jemand anderes über meinen Account?

Die Telekom gibt sich wirklich Mühe, die Installationsprobleme der Kunden im Vorfeld zu lösen. Minuziös wird im Info-Paket erklärt, welches Kabel wohin gehört. Es liegt sogar eine CD-ROM mit Installations-Videos bei – allerdings nur für den hauseigenen Speedport-Router und nicht für Wettbewerbsmodelle. Mich beunruhigt das Paket ein wenig. Man hatte mir am Telefon mehrfach erklärt, wenn meine Hardware IP-tauglich sei und vor der Umstellung alles richtig funktioniere, dann werde sie das auch danach tun. In der Anleitung steht etwas anderes: Splitter und NTBA müssten entfernt, die Zugangsdaten in verschachtelten Menüs eingegeben werden. Und was, wenn ich alles so lasse, wie es ist? Gibt es dann einen Kurzschluss?

Als die Telekom um die Jahrtausendwende ihre neue DSL-Technik ausrollte, stellte diese eine Revolution dar: Die Nutzer mussten sich nicht mehr vor jeder Internet-Surf-Session über ihr Analogmodem mühsam einwählen (und solange auf ihren Telefonanschluss verzichten), sondern sie waren „always on“, und dies für damalige Verhältnisse pfeilschnell. Ein Analogmodem lieferte damals maximal 56 Kbit/s. Umgerechnet sind das 6,2 Kilobyte pro Sekunde – ein Megabyte kann im besten Fall in zwei Minuten und 45 Sekunden über eine Analogleitung übertragen werden, in der Praxis dauert es meist noch deutlich länger. Mit einer Nenn-Downloadrate von 768 Kbit/s stieß DSL vor gut 15 Jahren das Tor zur Internet-Revolution auf. Für ein Megabyte waren fortan nur noch zehn Sekunden nötig.

DSL machte den Weg frei für Videos auf Websites, für MP3-Downloads, für Voice over IP. Mit einem Schlag war das Internet dank DSL nicht nur immer verfügbar, sondern auch multimedial geworden.

Heute ist eine Bandbreite von 16 Megabit pro Sekunde im Telekom-Verkaufsangebot das Minimum, etwa das Zwanzigfache des ursprünglichen DSL-Tempos. Und selbst das genügt nicht mehr. Ein Spielfilm in HD-Qualität umfasst heute bis zu vier Gigabyte. Wer ihn vor dem Betrachten auf die heimische Festplatte herunterladen will, braucht Geduld: Theoretisch dauert der Download bei 16 Mbit/s 34 Minuten, in der Praxis gern mal länger. Zum Vergleich: Mit 100 Mbit/s, wie sie Vodafone seinen Kabel-Kunden anbietet, ist der Film nach fünf Minuten auf der Platte. Für die digitale Zukunft sind selbst die 50 Mbit/s, die die Telekom mit VDSL2 anbietet, nicht mehr als ein guter Anfang. Streaming Video in der HD-Nachfolgequalität 4K, Videospiele in virtuellen Welten, Online-Shops mit virtuellen Umkleidekabinen und Augmented-Reality-Anwendungen wie etwa die Hololens von Microsoft stellen gewaltige Anforderungen ans Netz. Dazu kommt das weite Feld des Cloud Computing. Soll eine IT-Infrastruktur komplett und ohne Einschränkungen in die Cloud ausgelagert werden, müssen Online-Verbindungen mindestens so schnell sein wie es heute ein Firmen-LAN schon ist. Und da gelten 100 Mbit/s als untere Grenze.

Dazu kommt, dass die maximal mögliche Download-Geschwindigkeit nur die eine Seite der Medaille ist. Der Upload ist meist viel langsamer, 1 Mbit/s sind beim herkömmlichen DSL das Maximum. Deutlich wird das, wenn man mal seine Urlaubsbilder über das Netz an ein digitales Fotolabor schicken möchte: Ein durchschnittliches Bild mit 5 Megabyte ist zwar nach drei Sekunden heruntergeladen, der Upload dauert aber immer noch mindestens 40 Sekunden – so wird das Abliefern der Urlaubsfotos zu einer abendfüllenden Angelegenheit. Bei schnellen Breitbandanschlüssen geht das deutlich fixer: Sie versprechen Uploads mit 16 Mbit/s oder mehr. FTTH besitzt gegenüber DSL noch einen weiteren Vorteil: Die Datenübertragung reagiert spontaner auf Eingaben, die Delay-Zeit ist kürzer.

Bei mir ist schließlich der Tag gekommen, an dem die Telekom meinen Anschluss auf VDSL2 umstellt. Umschaltzeitpunkt sei abends um neun, hatte man mir am Service-Telefon gesagt. Bis dahin seien aber kurze Ausfälle durchaus möglich. Ab 15 Uhr ist meine Wohnung telefonisch nicht mehr erreichbar. Als ich abends aus dem Büro komme, sehe ich, dass die Lampe am ISDN-Netzabschlussadapter (NTBA) nicht mehr leuchtet. Also stöpsle ich NTBA und Splitter aus und schließe den Router direkt an die Telefondose an. Die Umstellung ist nun vollzogen, ein Netzwerktest zeigt: Ich surfe jetzt mit knapp 50 Mbit/s – toll!

Doch das Telefon funktioniert immer noch nicht. Also per Handy ein weiterer Anruf bei der Hotline, ein Mitarbeiter geht mit mir die Einstellungen meiner Telefonnummern im Router durch – obwohl der Router gar nicht von der Telekom stammt. Der Erfolg stellt sich sofort ein: Ich kann wieder telefonieren.

Doch die Freude währt nur kurz, denn von außen bin ich immer noch nicht erreichbar. Also ein weiteres Mal die Hotline angerufen, insgesamt mein fünftes Gespräch. Eine Dame klärt mich auf, dass das Umschalten der Telefonverbindung im Telekom-Server eine Weile braucht und noch nicht abgeschlossen sei. Sie werde ein Service-Ticket aufmachen. Abends um zehn dann die erlösende Nachricht: Nach meinem Internet-Anschluss funktioniert jetzt auch mein Telefon. Ich bin wieder im Spiel.

Fünfmal musste ich die Telekom kontaktieren, bis die Umstellung auf die IP-Telefonie abgeschlossen war. Zweimal bekam ich Post, mehrfach wurden mir Status-SMS auf mein Festnetztelefon geschickt, und am nächsten Morgen rief ein Voice-Server bei mir an, um mir die SMS vorzulesen. 12,7 Millionen DSL-Kunden hat die Telekom, bei allen will sie in den nächsten 16 Monaten den Anschluss umstellen. Wenn jeder dieser Kunden deswegen nur einmal mit der Telekom-Hotline spricht, sind das ungefähr 26.500 Anrufe pro Tag. Fürwahr: ein großes Projekt. ❚


Fiber to the Home: Der Norden liegt vorn

* unter Bundesdurchschnitt

Quelle: Breko Research

Foto: Shutterstock / Ingo Menhard, Graphixmania

In Schleswig-Holstein

ist bereits für 25 Prozent aller Haushalte ein Breitband-Glasfaseranschluss verfügbar. Auf Platz 2 liegt Hamburg, danach kommt Bayern.

NRW

liegt heute mit 7 Prozent knapp über dem FTTH-Bundesdurchschnitt von derzeit 6,7 Prozent, Hessen liegt mit 6 Prozent knapp darunter.

Nachzügler

Alle anderen Bundesländer haben niedrigere FTTH-Quoten.


Verkabeln an einem IP-basierten Anschluss (Voice over IP)

Eigentlich ganz einfach: Diese Grafik der Telekom erklärt, wie der Kunde in Zukunft seinen Router als Zentrale für Telefon und Internet einsetzen soll. Ehemals notwendige Komponenten wie der NTBA-Netzabschluss oder der Splitter entfallen. Ob das Umstöpseln auch jeder Telekom-Kunde ohne Probleme hinbekommt, steht auf einem anderen Blatt.


VDSL2: So wird das Telefonkabel schneller

Mit Vectoring lässt sich der Datendurchsatz einer Kupfertelefonleitung von maximal 16 Mbit/s auf 50 Mbit/s steigern.

Das Problem bei der Datenübertragung über Kupferdrähte sind elektromagnetische Störungen, die den Datenfluss behindern. Besonders das sogenannte Übersprechen, bei dem sich unterschiedliche Signale aus verschiedenen Kabeladern überlagern, ist problematisch. Durch die VDSL2-Technologie werden störende Strömungen ausgeglichen – wie bei einem Kopfhörer, der Außengeräusche unterdrückt. Nachteil für den Wettbewerb: Auf jeder Vermittlungsstelle kann nur ein Access Provider das Vectoring betreiben – der mit den meisten Anschlüssen.

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