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WIDERRUF VON ONLINE-BESTELLUNGEN

Käufer hat online nicht mehr Rechte als offline

Der BGH hat ein Urteil gefällt, das Auswirkungen auf den Umgang mit Retouren haben könnte. Ein Kunde hatte online einen Katalysator für sein Auto gekauft und diesen von einer Werkstatt einbauen lassen. Nach einer Probefahrt widerrief er fristgerecht den Kaufvertrag und wollte sein Geld zurück. Das sei nicht statthaft, entschied der BGH, denn wenn der Mann den Kat in einem stationären Geschäft gekauft hätte, hätte er ihn vor dem Kauf auch nicht ausprobieren können. Der Händler hatte den Widerruf mit der Begründung abgelehnt, der Kat habe durch die Inbetriebnahme Gebrauchsspuren bekommen und sei nicht mehr wirtschaftlich zu verwerten. Deshalb verrechnete der Händler den Wertersatz für die Benutzung mit dem Kaufpreis. Entscheidend für das Urteil des BGH war der Gedanke, dass Online-Käufer nicht besser gestellt werden dürfen als Offline-Kunden.

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