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Ebay verkauft Afterbuy

Nexec Holding von Valentin Schütt übernimmt die Marktplatzlösung Soft

Das Marktplatz-Tool Afterbuy hat Via-Online bekannt gemacht

Ebay will sich weiter auf sein Kerngeschäft konzentrieren und verkauft deswegen seine Tochtergesellschaft Via-Online. Das Krefelder Unternehmen ist Hersteller der Software-Produkte Afterbuy und Via-eBay. Den Zuschlag hat die Nexec Holding bekommen, eine Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Düsseldorf. Zu den finanziellen Details machen die Firmen keine Angaben.

Hinter der Nexec Holding steht Valentin Schütt. Schütt war langjähriger Geschäftsführer von Via-Online, bevor er das Unternehmen 2014 verließ, um sich dem Aufbau seiner Holding zu widmen. „Ich kenne das Unternehmen ja von meiner Zeit als Geschäftsführer dort sehr gut. Als sich für mich nun die Chance für den Kauf ergab, habe ich sie sehr gerne ergriffen“, erklärt Schütt und ergänzt: „Via-Online ist ein sehr erfolgreiches Unternehmen. Ich sehe großes Potenzial für weiteres Wachstum in dem sehr dynamischen E-Commerce-Markt.“

Marktplatzanbindung

Via-Online wurde 1998 gegründet und konzentrierte sich zunächst auf die Entwicklung und den Vertrieb der Shop-Software „Via-Shop“. 2002 kam das Ebay-Verkaufsabwicklung-Tool „Afterbay“ dazu. Später wurde die Lösung in „Afterbuy“ umbenannt. Nach Unternehmensangaben zählt Afterbuy mehr als 60.000 Kunden aus über 40 Branchen. Neben der Anbindung an Ebay und Amazon deckt Afterbuy auch die Verkaufsabwicklung über andere Marktplätze wie Rakuten und Hitmeister sowie über Facebook ab. Via-eBay dient dazu, Produkte aus dem bestehenden Shop heraus auf Ebay zu verkaufen.

Zu Schütts Nexec Holding gehören rund zehn Unternehmen, die ganz oder teilweise im Besitz der Gruppe sind. Schütt will in den Ausbau der Plattform und in die Erschließung neuer Märkte investieren: „Neben der Erweiterung des Service-und Produktangebots sehe ich auch sehr große Wachstumspotenziale in der Internationalisierung. Die Händler aus Deutschland begleiten wir ja bereits sehr erfolgreich beim Verkaufen ins Ausland. Warum sollten wir mit unseren Lösungen nicht auch Händlern in anderen Märkten helfen?“, erläutert Schütt seine Strategie.

Zunächst aber wolle er sich anschauen, wie die Produktentwicklungspipeline aussehe. Das Team jedenfalls soll unverändert bestehen bleiben.

Christiane Fröhlich


Was tun bei unerwarteter Server-Last im Weihnachtsgeschäft?

Paul Kaffsack

Web-Performance-Experte und COO der Myra Security GmbH

www.myracloud.com

Mit dem Black Friday am 25. November beginnt die heiße Phase des Weihnachtsgeschäfts. In den nächsten Wochen stürmen wieder mehr Besucher als üblich Ihren Online-Shop. Auf das erhöhte Nutzeraufkommen muss sich jeder Shop-Betreiber vorbereiten – auch auf die höhere Belastung der Server. Was Sie jetzt noch tun können:

Ist der Ansturm besonders groß, drohen die Server aufgrund der unerwarteten Belastung zusammenzubrechen. Dann heißt es, schnellstmöglich die Anfragenlast zu beseitigen. Nutzen Sie für eine vorübergehende Entlastung das Website-Caching. Je nach Shop-System, Konfiguration und Caching-Plug-in können Sie Caching-Module auch binnen kürzester Zeit einsetzen.

Für langfristige Entlastung sollten Sie vorbeugend aktiv werden. Im Weihnachtsgeschäft sind Höchstlasten sehr wahrscheinlich. Stellen Sie deshalb rechtzeitig sicher, dass Ihr Shop auch größte Anfragenlasten verarbeiten kann:

1. Verschlanken Sie Ihre Website

Optimieren Sie etwa Bilddateien schon vor dem Hochladen. So sparen Sie Prozessorleistung und Bandbreite, da die Skalierung im Browser wegfällt. Größere Video-Inhalte binden Sie besser via on Demand anstatt über Autoplay ein. Bei externen Tools, Plug-ins und Software heißt es: je weniger desto besser. Überprüfen Sie Ihren Quelltext auf unnötige Elemente und Fehler. CSS sollten Sie stets im Header und Javascripts im Footer zusammenfassen.

2. Nutzen Sie Technologien

Statische Inhalte sollten grundsätzlich „cachebar“ sein. Bei vielen Bild- und Video-Elementen im Shop ist eine Auslieferung über ein Content Delivery Network (CDN) zu empfehlen. Benutzen Sie den neuen Webstandard HTTP/2, können Sie zum Beispiel mehrere Anfragen in nur einer Verbindung zusammenfassen (Multiplexing).

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