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Adsense und Propaganda

Was wirklich hinter der Fake-News-Flut im Internet steckt

Die amerikanische Online-Plattform Breitbart.com gilt als Sammelbecken der Ultrakonservativen – und als einer der Wegbereiter für den Wahlsieg des designierten US-Präsidenten Donald Trump. Die Beziehungen sind so eng, dass Trump in der Hochphase seines Wahlkampfs Breitbart-Chef Stephen Bannon gar zu seinem Kampagnenmanager machte. Inhaltlich setzt Breitbart auf Populismus pur und bedient Ressentiments des rechten Lagers.

Seiten wie diese prägen immer stärker das politische Klima im Netz. Triebfeder ist aber nicht immer die politische Agenda der Betreiber. Oft genug geht es einzig und allein um Werbeeinnahmen. Auf Breitbart.com, aber auch auf deutschen Hetz-Seiten finden sich immer wieder Werbebanner seriöser Unternehmen, wie VW, Amazon und Microsoft. Google Adsense, Targeting und Programmatic Advertising machen es möglich.

Unternehmen, die ihren guten Namen nicht für Fake-News und Propaganda-Seiten hergeben wollen, müssen proaktiv handeln – und stehen vor einer Sisyphusaufgabe: Kaum sind die Domains unerwünschter Seiten in die Blacklist des Adsense-Accounts eingetragen, tauchen schon neue Websites auf, die frei erfundene Lügen im seriösen Gewand liefern. Dank Facebook erreichen sie teilweise binnen kürzester Zeit Millionen von Klicks. Wer von dem Spiel am meisten profitiert, lesen Sie ab Seite 8.

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