INTERNET WORLD Business





Kauf-Button von Brack.ch

Es geht auch ohne Amazon: Der Schweizer Online-Händler Brack.ch verkauft Druckerzubehör, Wasch- und Putzmittel über einen selbst entwickelten Button

Per Knopfdruck zum Waschmittel: Der Shop-Betreiber lässt den Kauf-Button in Südkorea herstellen

Amazon hat es mit seinem Dash-Button vorgemacht – das schnelle Bestellen von Verbrauchsgütern mit nur einem Klick. Nun hat der Schweizer Online-Händler Brack.ch einen eigenen Bestell-Button auf den Markt gebracht: den „Brack.ch Order Button“. Egal ob Toner, Toilettenpapier, Kaffeekapseln oder Waschmittel, die Kunden können aus dem 100.000 Artikel umfassenden Sortiment des Händlers auswählen, welche Produkte sie per Knopfdruck nachbestellen wollen.

Bis zu vier Produkte

Mit bis zu vier verschiedenen Produkten kann der Kunde das 34 Gramm schwere Gerät selbst belegen. Die Steuerung erfolgt über eine App. Alle Bestellungen, die bis 17 Uhr eintreffen, werden beim Unternehmen in Mägenwil bei Zürich gebündelt und am folgenden Werktag an die hinterlegte Adresse geliefert. Bezahlt wird nach einer Bonitätsprüfung per Rechnung.

Über Lieferverzögerungen, Preisänderungen sowie jede getätigte Bestellung wird der Kunde mittels einer Push-Nachricht informiert. So kann er eine Bestellung bis 17 Uhr auch kostenlos stornieren, sollte er aus Versehen an den Knopf gekommen sein.

Die Verbindung ist nur aktiv, wenn eine Bestellung getätigt wurde. Zum Schutz vor Hackerangriffen liegen alle kundenrelevanten Daten nicht im Gerät, sondern auf den Firmen-Servern, so der Händler.

Das 1994 gegründete Unternehmen hat sich nach einer Analyse des Markts für Bestellknöpfe anhand seiner Vorstellungen selbst an die Entwicklung gemacht: „Der Order Button ist etwas ganz Besonderes, weil es die erste Eigenentwicklung aus unserem Haus ist. Sowohl Button als auch App sind von unseren Mitarbeitern entwickelt und im Auftrag hergestellt worden“, erklärt Markus Mahler, CEO von Brack.ch.

Bonusprogamm dazu

So enthält der Button einen wiederaufladbaren Akku, muss also nicht wie andere Geräte entsorgt werden, wenn die Batterie leer ist. Eine Ladung soll sechs Monate halten. Auch die frei konfigurierbaren Tasten, die Push-Funktion sowie die Fähigkeit, später neue Funktionen zu ergänzen unterscheiden ihn laut Brack.ch von Konkurrenzprodukten.

Und die Kunden können wählen: Entweder sie kaufen den Button für einmalig 29,90 Franken oder sie melden sich bei „Brack.ch Plus“, dem Bonusprogramm des Händlers, an. Für 49 Franken jährlich erhalten sie den Button dann kostenlos, dazu Vergünstigungen bei den Versandkosten, Rabatte und Sonderaktionen.

Bisher ist der Button ausschließlich für Brack.ch selbst konzipiert. Konkrete Pläne für eine Weitergabe an Dritte gibt es nicht, sind für die Zukunft aber denkbar. ❚

Christiane Fröhlich


Mit Dekonstruktion Conversions optimieren

Christian Weckopp Bereichsleiter Digital Marketing bei der Webagentur Arithnea in Dortmund www.arithnea.de

Eine Methode, um Konversionsraten zu optimieren, ist die sogenannte Dekonstruktion der Konversionspfade.

Bei der Konversionspfad-Dekonstruktion werden sämtliche Schritte analysiert, die ein Nutzer durchläuft, bis er die gewünschte Aktion – den Kauf eines Produkts oder die Bestellung eines Newsletters – ausführt. Die sieben Schritte der Dekonstruktion:

1. Konversionspfade betrachten Listen Sie sämtliche vorhandenen Konversionspfade auf und betrachten Sie diese ganzheitlich.

2. Konversionspfade priorisieren Klassifizieren Sie die Konversionspfade danach, welche Konversionsraten sie aufweisen und wie wichtig sie für das Unternehmen sind. Leiten Sie daraus ab, welche Pfade mit welcher Dringlichkeit optimiert werden müssen.

3. Emotionale Trigger erkennen Nutzer lassen sich auf emotionaler Ebene erfolgreicher abholen als auf sachlicher. Finden Sie heraus, welche Gefühle Sie bei den Nutzern wecken könnten.

4. Konversionspfade zerlegen Zerlegen Sie die Pfade in Einzel- und Unterschritte. Bewerten Sie diese nach ihrer Sinnhaftigkeit und ihrem Erfolg, etwa anhand von Absprungraten.

5. Neue Pfade konstruieren Konstruieren Sie ausgehend von den erkannten emotionalen Triggern, auf die die Nutzer ansprechen, gezielt darauf zugeschnittene Konversionspfade.

6. Landing Pages mit emotionalen Triggern anbieten Bieten Sie Landing Pages an, die nicht direkt das Produkt anpreisen, sondern die Nutzer emotional abholen.

7. Kontinuierlich dekonstruieren Zerlegen Sie die Pfade und setzen Sie sie ständig neu zusammen, um stets optimale Konversionsraten zu erzielen.

Weitere Bilder
comments powered by Disqus