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Shops zufrieden mit 2016

Drei Viertel der mittelgroßen und kleinen Shop-Betreiber rechnen mit einem Umsatzplus in diesem Jahr, so eine Umfrage von Shopware unter seinen Händlern

Für viele Shop-Betreiber geht ein gutes Jahr zu Ende: Rund zwei Drittel erwarten für 2016 einen steigenden Umsatz. Knapp 13 Prozent rechnen sogar mit einem Umsatzplus von mehr als 30 Prozent. Lediglich gut fünf Prozent gehen von sinkenden Umsätzen aus. Das hat eine Umfrage des Shop-Software-Herstellers Shopware unter knapp 1.400 seiner Kunden ergeben. Die Mehrheit von ihnen sind eher kleine bis mittelgroße Händler: Fast zwei Drittel haben maximal vier Mitarbeiter, 62 Prozent der befragten Händler haben weniger als 1.000 Artikel im Angebot. 77 Prozent von ihnen bearbeiten weniger als 25 Bestellungen pro Tag.

Marktplätze rege genutzt

Viele der Shop-Betreiber sind auf mehreren Kanälen unterwegs: Fast 40 Prozent verfügen über mindestens ein eigenes Ladengeschäft, jeweils ein Drittel verkauft neben dem eigenen Shop auch über Amazon und Ebay. Jeder Fünfte nutzt weitere Marktplätze und Portale wie Hitmeister.de oder Idealo.de, gut fünf Prozent verkaufen über Rakuten.

Auch den Sprung ins Ausland haben schon viele gewagt. Fast zwei Drittel der Shop-Betreiber verkaufen auch nach Österreich, gut die Hälfte in die Schweiz. Dahinter folgen die Benelux-Länder, Frankreich und Großbritannien sowie Spanien. Knapp ein Viertel bedient auch Kunden im außereuropäischen Ausland.

Beim Mobile-Anteil zeigt sich noch ein gemischtes Bild: Fast ein Viertel der Händler erzielt maximal zehn Prozent seines Umsatzes über mobile Endgeräte, rund sieben Prozent erwirtschaften hingegen mehr als die Hälfte ihres Umsatzes mit Mobile Shopping. Die Mehrheit, nämlich 60 Prozent, erzielt zwischen zehn und 40 Prozent ihres Umsatzes über Smartphones und Tablets.

Die Hälfte der Shop-Betreiber ist sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich unterwegs und verkauft online auch eigene Produkte. Jeder fünfte Händler etreibt zwei Shops, jeder zehnte sogar drei. Die fünf stärksten Warensegmente sind Bekleidung und Accessoires, Nahrungsmittel und Getränke, Bau-, Garten- und Heimwerkerbedarf, Möbel und Einrichtungsgegenstände sowie Sport- und Freizeitartikel. ❚

Christiane Fröhlich


Ein Neujahrsbrief als Markenbote

Sylke Schröder Inhaberin von Briefstudio.de www.briefstudio.de

Weihnachtsgrüße wirken leicht beliebig. Dann schaden sie mehr, als sie nützen. Anders beim Neujahrsbrief:

Der Neujahrsbrief bekommt seinen großen Auftritt erst, wenn die Flut der Weihnachtspost verebbt ist. Deshalb sorgt er für mehr Aufmerksamkeit. Fünf Tipps für den Neujahrsbrief:

1. Nutzen Sie ein Ereignis

Aufhänger Ihres Briefs kann ein bevorstehender Meilenstein sein, wie ein Jubiläum, die Einweihung eines neuen Gebäudes oder ein Wechsel in der Geschäftsführung. In diesen Fällen bietet der Neujahrsbrief eine Steilvorlage, um die Empfänger auf das Kommende einzustimmen.

2. Sorgen Sie für Spannung

Auch ohne bedeutsames Ereignis lässt sich ein Spannungsbogen aufbauen. Überraschen Sie mit etwas Unerwartetem oder äußern Sie einen Wunsch. So kann ein Neujahrsbrief nach einer durchlebten Krise ein Signal für einen neuen Aufbruch sein. Als ebenso hilfreich erweist sich ein geistreiches Zitat, aus dem sich der Text entwickelt.

3. Schreiben Sie lebendig

Benutzen Sie kraftvolle Worte. Vermeiden Sie abstrakte Begriffe und Phrasen. So können Sie zum Beispiel von „Digitalisierung“ reden, ohne das Wort selbst zu verwenden. Arbeiten Sie stattdessen mit Wörtern, die die gleiche Stimmung erzeugen, etwa „Neuer Mensch“, „Vision“, „Datenfluss“ oder „verknüpfen“.

4. Stellen Sie einen Markenbezug her

Stärken Sie Ihre Marke, indem Sie einen klaren Bezug zu Ihrem Unternehmen zeigen. Das muss nicht immer ein Produkt sein. Sie können auch einen Wert Ihrer Unternehmensphilosophie aufgreifen und diesen erörtern.

5. Achten Sie auf den Stil

Wer seinen Neujahrsgruß mit einer Vertriebsabsicht verbindet, braucht ein glückliches Händchen beim Formulieren. Sonst könnte die Botschaft als billige Werbung wahrgenommen werden.

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